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624. Die frühere Größe des Städtchens Platz.

(W. Kunz in der Erzgebirgszeitung, 4. Jahrg. S. 19.)


Das Bergstädtchen Platz verdankt seine Entstehung jedenfalls dem ehemaligen Bergbau in dortiger Gegend. Noch wird erzählt, dass beim sogenannten „Röhrl“ in der Nähe des Forsthauses, wo die Einwohner in trockenen Jahren ihr Wasser holen, ein Silberstollen gewesen sei. Die Sage berichtet weiter, dass Platz einst gegen 300 Häuser (jetzt nur 64!) gezählt habe, in einer Kriegszeit aber zerstört worden sei, worauf sich der besitzende Bürgerstand inmitten seiner von Platz nach Norden und Osten auslaufenden Felder und Wälder angebaut habe, und auf diese Weise sollen die beiden Ortschaften Hohentann, d. i. bei der hohen Tanne, und Plaßdorf, früher Platzdorf, entstanden sein.

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